Ein neues Grafiktablett, aber welches?

Seit einigen Tagen beschäftige ich mich wieder einmal mit Grafiktabletts. Denn ich hätte gerne ein neues. Die Neuanschaffung geschieht nicht aus Notwendigkeit. Sondern eher aus Freude und der Weiterentwicklung. Mein aktuelles ist ein Wacom Intuos 4 L A4. Es hat mittlerweile über 6 Jahre auf dem Buckel. Es ist zeitgleich aber auch mein erstes gewesen.

Damals entschied ich mich für dieses, weil zum einen Wacom für gute Qualität stand und wegen der Größe. Für das erste hätte es durchaus auch eines aus der Bamboo Serie getan. Allerdings waren die damals alle deutlich kleiner und mir war es wichtig, das die Arbeitsfläche annähernd der Größe des Monitors entspricht. Damit sich Cursor und Hand nicht zu sehr asynchron bewegen.

Das Tablett funktioniert nach wie vor, wie am ersten Tag. Auch wenn die Oberfläche mittlerweile deutliche Spuren aufweist. Welche unvermeidbar sind, wenn Plastik auf Plastik rubbelt. Das hat aber weder der Erkennung des Stiftes noch der Genauigkeit einen Abbruch getan. Nur die Gummierung des Stiftes hat gelitten.

Der Markt hat sich geändert

In den letzten 6 Jahren hat sich der Markt jedoch geändert. Vielleicht kommt es mir auch nur so vor. Im professionellen Einsatz sind Grafiktabletts seit eh und je nicht weg zu denken. Ist das künstlerische Arbeiten mit einem solchen Gerät doch deutlich natürlicher als mit der Maus. In den vergangenen Jahren haben diese Geräte aber auch Einzug in heimischen Gefilde gehalten. Folglich gibt es die unterschiedlichsten Geräte mit den unterschiedlichsten Preisen.

Wacom ist nach wie vor der Platzhirsch am Markt. Je mehr ich mich allerdings umsehe tauchen immer mehr Tablets aus dem Hause Huion auf. Aber auch andere Firmen bieten einem gute Geräte an. Die Wahl des richtigen Gerätes ist also mal wieder eine Qual. Es ist also Zeit für Ausschlusskriterien.

Gesichtspunkte und Auswahlkriterien

Wichtig bei der Betrachtung ist, das ich diese Geräte aus persönlicher Freude benutze und nicht in einem professionellen Bereich. Wo auch der Preis natürlich eine sehr wichtige Rolle spielt. Da man als Firma nichts zu verschenken hat. Als Privatperson eigentlich auch nichts. Aber für sein Hobby gibt man auch gern mal was mehr aus. Entgegen zu einem PC kauft man sich ein solches Gerät auch nicht alle 3 Jahre neu. Sondern benutzt diese auch über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren. Mein derzeitiges Intuos hat damals ~400€ gekostet. Das entspricht bis jetzt etwa 5€ pro Monat. Und es ist nicht absehbar dass es in nächster Zeit kaputt gehen wird.

Mein nächstes soll allerdings eines mit integriertem Bildschirm sein. Dazu eine Größe von min. 20″ bei einer minimalen Auflösung von 1080p, oder, wie ich es immer liebevoll nennen, Werbe 2k Auflösung. Natürlich mit HDMI oder Display Port. Ebenfalls min. 2000 Druckstufen (will nicht weniger als jetzt auch haben). Vorzugsweise eine matte Oberfläche, wegen der Spiegelungen. Sowie einen möglichst großen Farbraum. Die Reaktionszeit ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Auch wenn diese auch mit dem PC zusammen hängt. Funktionstasten am Geräte sind eine schöne Sache, aber nicht zwingend. Dagegen muss der Standfuß fest sein. Damit das Panel beim arbeiten nicht wackelt. Die Schaltzeiten der Kristalle muss nicht bei < 5ms liegen. Ich will darauf nicht spielen. Aber deutlich längere Schaltzeiten führen dennoch zu einem Schmier-Effekt.

Die Ansprüche sind jetzt nicht sonderlich überspitzt. Die Kriterien sind mittlerweile Standard. So das hauptsächlich nur viele Modelle raus fliegen, die nicht der entsprechenden Größe oder Auflösung entsprechen.

Brauch man überhaupt eines?

Evtl. stellt ihr euch diese Frage. Die Antwort darauf lautet generell: Nein. Man brauch es nicht. Es macht das Arbeiten mit diversen Programmen allerdings angenehmer und natürlicher. Denn die Alternative lautet: Maus. Damit kann man zwar auch Bilder malen oder mittels Sculpting modellieren, aber mit einem Stift in der Hand ist es einfach natürlicher. Wenn man dann noch eines mit integriertem Bildschirm hat, wirkt es als würde man wie auf einem Stück Papier malen. Wer noch nie ein Grafiktablett benutzt hat, sollte definitiv nicht eines mit Display nehmen. Da diese preislich deutlich höher liegen. Entweder ihr probiert es bei einem Freund aus, oder ihr holt euch ein preiswerteres ohne Display. Hier scheint es eines von Huion zu geben. Für 70€ – 80€ bekommt man hier ein Tablet mit ähnlichen Merkmalen wie das Wacom Intuos M. Es ist das Huion H610 Pro. Über Verarbeitungsqualität kann ich allerdings nichts sagen. Es hat im Schnitt eine gute Bewertung. Man darf bei dem Preis natürlich auch keine Wunder verlangen.

 

Bleibt zum Schluss also nur noch zu sagen… umsehen und filtern.

Schreibe einen Kommentar