Die Firma EpicGames gibt es ja schon eine sehr lange Zeit. Der wohl bekannteste Titel, aus dem Hause EpicGames, ist UnrealTournament. Da ich schon lange im Bereich der Softwareentwicklung tätig bin, lag es schon damals nahe sich mit der Entwicklung von Spielen zu beschäftigen. Damals allerdings noch mit einem 486er und später Pentium. Von Shadern, Tessellation, Reverse Kinematic und anderen Techniken, welche heute ganz normal sind, hat man damals noch nicht geträumt. Spiele in 2D (ja, kein 3D) mit Spirtes waren das übliche. Im Bereich der Polygongrafik waren die ersten Beschleuniger die Voodoo Graphics. Spiele mussten dafür extra angepasst werden und es war eine zusätzliche Karte neben der Grafikkarte. Dann folgten die integrierten Beschleuniger von z.B. nVidia. Da kam dann später auch die Fixed Function Pipeline zum Einsatz. Der Vorläufer der heutigen Shader Technologie.

 

Schon damals hat EpicGames mit ihrer UnrealEngine im Markt mit gemischt. Und mit ihren Spielen, und damit auch der Engine, Akzente gesetzt. Die Engine wurde seit ihrer ersten Entstehung kontinuierlich weiter entwickelt und zählt heute zu den besten weltweit. Und daran kann man Teil haben. Kostenfrei für rein private Projekte. Alles was man dazu braucht ist ein Account bei EpicGames und man hat vollen Zugriff auf die UnrealEngine. Welche derzeit aktuell in Version 4.16.2 vorliegt. Seit damals hat sich enorm viel getan. Aufmerksam bin ich wieder geworden, weil ich eine Preview des Editors gesehen habe. Danach starteten ein paar Tutorial Videos. Ich muss sagen, war Sprachlos. Bis zum Account war es dann nicht lange. Und schon landete UE4 auf meiner Platte.

Die Engine kommt mit einem riesigen Stapel an Features mit. Und dennoch haben es die Jungs bei EpicGames geschafft den Editor sehr Einsteiger freundlich zu halten. Das Blueprint System ist sehr gut gelungen und die Funktionen sind alle gut sortiert. So das man keine überquellenden Menüs oder Tool Leisten hat. Mit wenigen Handgriffen kann man mit einem blanken Projekt ein erstes kleines fertiges Spiel auf die Beine stellen. Ohne dafür auch nur eine einzige Zeile C++ schreiben zu müssen. Ich für meinen Teil habe weit mehr Probleme damit Modelle zu modellieren. Wer will, der kann natürlich auch auf der C++ Ebene arbeiten. Es gibt durchaus einige Funktionalitäten welche über das Blueprint System nicht erreichbar sind. Diese muss man auf der C++ Ebene ansteuern.

Da man aber das Blueprint System mit eigenen Klassen, Funktionen und Eigenschaften beliebig erweitern kann, ist das jedoch nicht schlimm. Ziel des ganzen ist es, das die Softwareentwickler eben jenes Blueprint System mit eigenen Elementen erweitern, passend zu ihrem Projekt, damit z.B. der Grafikdesigner mit wenigen Handgriffen Änderungen an den Modellen vornehmen kann. Ohne das dieser Kenntnisse in C++ besitzen muss.

Auf Grund der Firmenpolitik konnte sich ein sehr ausgedehntes Ökosystem um die Engine bilden. Die Community ist sehr aktiv und es gibt viele unterschiedliche Projekte. Zu verfolgen in diversen Blogs mit unmengen an Tutorials oder auch bei Youtube und Twitch. Dort live zu verfolgen wer so alles macht.

 

Natürlich ist nicht alles so Sahne wie es sich anhört. Es gibt einige Bugs. Darunter einige sehr problematische. Manche führen zum Absturz. Auch der Editor verabschiedet sich manchmal unangekündigt. Man stößt an Limits die nicht immer offensichtlich sind und sogar einige Kuriositäten. Je nachdem was man vorhat, wird es auch schnell umständlich. Oder sehr Zeitaufwendig. Wie das kompilieren des Engine Source auf meinem Laptop. Da die generierten Source Files teils riesig sind, verbraucht clang teils über 1GB RAM. Zzgl. Mono, noch einmal 1GB RAM und dann wird es auch schon sehr eng auf dem alten Hobel.

 

Natürlich gibt es auch Probleme. Bei einem solchen Projekt ist das nicht aus zu schließen. Alles in allem jedoch ein sehr rundes Paket, das man da an die Hand bekommt. Mit einem Editor der wirklich Spaß macht zu benutzen.

 

Zu guter letzt noch eine kleine Link Sammlung

Wer kennt es nicht. Unzählige Geräte zieren das Inventar neben dem Fernseher. Und jedes dieser Geräte hat auch noch seine eigene Fernbedienung. Und dennoch fehlt immer etwas. Das Abspielen von eigenen Videos oder Musik geht nur über Umwege oder muss erst auf einen eigenen Datenträger kopiert werden. Auch im Zeitalter der SmartTV’s geht nicht alles. Am Ende gehen einem dann auch noch die Anschlüsse aus.

Aus diesem Grund habe ich mir einen HTPC gebaut. Mein erster HTPC hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Es wurde also Zeit für einen neuen. Mein alter lief noch mit einem einfachem Pentium und einem nForce Chipsatz von nVidia. Das ganze wurde in ein Gehäuse von Asus gepfercht. Allerdings mit einem eigenwilligen Netzteilformat. Was nicht mehr wirklich zu bekommen ist. Da sich das Netzteil verabschiedet hat, und das ganze viele Jahre alt ist, musste etwas neues her. So ist es gekommen das ich einen neuen Gebaut habe. Dieser sollte auch als Testballon dienen. Aber zuerst:

 

Was ist eigentlich ein HTPC?

Das ist recht einfach erklärt. Es handelt sich um einen einfachen Rechner der nur dazu dient ein Stück Software zu verarbeiten mit dem man Videos und/oder Musik abspielen kann. Viele werden sicherlich das Windows MediaCenter kennen. Dieser steht dann als Ersatz für den DVD oder Blueray Player neben dem eigenen TV. Das ist auch schon alles.

 

Was soll nun unser HTPC alles können?

Als erstes solle er natürlich in der Lage sein meine Video und Musiksammlung ab zu spielen. Auch möchte ich meine Bildersammlung auf dem Fernseher anschauen können. Darüber hinaus soll er auch in der Lage sein 4k Videos verarbeiten zu können. Bis auf die 4k Videos konnte der alte das alles auch. Hinzu gekommen ist ein DVB-S Anschluss. D.h. ich möchte auch die ganzen TV Programme sowie die Radiosender empfangen und wiedergeben können. Auch möchte ich, wie es sich für eine Hifi Komponente gehört ein Display mit Statusinformationen haben. Das ganze soll dann in ein Gehäuse welches sich in die Hifi Umgebung optisch einpflegt. zuletzt soll noch eine Vorbereitung für die Wiedergabe von BlueRays enthalten sein. Denn auch seine Filme möchte man natürlich abspielen können. Dies stellt einige Anforderungen an die Komponenten. Er soll schnell hoch fahren. Dazu genug Rechenleistung besitzen um auch zukünftig 4k Videos abspielen zu können und natürlich leise sein. Unnötig viel Energie darf er auch nicht verbrauchen.

 

Auswahl der Komponenten

Ich habe mich daher für folgende Komponenten entschieden:

Gehäuse Cooltek G3:

Das Gehäuse bietet mehrere Vorteile. Zum einen pflegt es sich optisch in die Hifi Komponenten ein. Dank des Lautstärkereglers (welcher voll funktionsfähig ist) sowie des Displays macht das Gehäuse den Eindruck eines echten Hifi Gerätes und nicht das es eines einfachen PC’s. Trotz des recht niedrigen preises bin ich von der Verarbeitungsqualität positiv überrascht. Ein großer Gehäuselüfter ist inkl. Wir
d aber nicht wirklich benötigt. Das mitgelieferte Display ist allerdings nur eher ein Platzhalter. Denn es ist nicht programmierbar und zeigt immer das gleiche an. Es muss ausgetauscht werden.

Display Futaba MDM166A USB

Die Suche nach einem Display hat ein wenig gedauert. In Abhängigkeit zum Gehäuse wurde jedoch immer das gleiche Display genannt. Das Display passte jedoch nicht 100% ins Gehäuse. Aber ein wenig Nacharbeit am Gehäuse und schon passt es. Auch beim Ansprechen gab es ein wenig Probleme. Die sich aber alle schnell lösen ließen. Seit dem läuft das Display ohne murren.

DVB-S/2 Digital Devices Cine S2

Da hier Satellit ist, musste es eine Tuner Karte für DVB-S sein. Ich habe mich daher für die Cine S2 entschieden. Es ist definitiv nicht die preiswerteste Kart auf dem Markt. Jedoch ist die Karte stark erweiterbar mit weiteren Tunern und CI+ Slots, für z.B. HD+. Dazu kommt das die Karte anstandslos mit Linux zusammen läuft. Da der Unterbau ein Ubuntu ist, war dies ein sehr wichtiges Kriterium für mich.

Ansonsten habe ich dem Gerät 8GB Hauptspeicher sowie einen Core i5 spendiert. Als Festplatte dient eine EVO850 von Samsung. Mit der habe ich gute Erfahrungen gemacht, da zwei davon in meinem Desktop ihren Dienst anstandslos verrichten. Der Core i5 hat einen integrierten Grafikkern. Welcher die nötigen Erweiterungen enthält um auch 4k Videos dekodieren zu können. Ansonsten ist im Gehäuse noch genug Platz für eine Grafikkarte.